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Vergrösserte Prostata: Therapien, Risiken

Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH)

Prostatakrebs, Prostatitis: Methoden

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Benign Prostatic Hyperplasia B) Minimal-Invasive Verfahren

Für die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie stehen verschiedene neueartige, minimalinvasive Verfahren zur Verfügung, die ständig weiterentwickelt werden. Diese Techniken werden "minimalinvasiv" genannt, weil sie schonender als die klassischen Operationstechniken sind.

Allerdings fehlen für die meisten minimalinvasiven Eingriffe noch Langzeitstudien, welche die Operationsergebnisse über einen längeren Zeitraum verfolgen.

Transurethale Nadelablation (TUNA)

Transurathale Nadalablation TUNA Prostata HyperplasieDie TUNA - Therapie ist eine minimal invasive Behandlung, die ambulant oder während eines kurzstationären Krankenhausaufenthaltes durchgeführt werden kann.

Zur Behandlung wird das TUNA - Instrument unter Sicht durch die Harnröhre bis zur Höhe der Prostata vorgeschoben. Zwei sehr feine Nadeln werden dann in die Prostata eingeführt, und das Prostatagewebe, das den Harnfluß behindert, wird sehr gezielt und kontrolliert durch Hitze zum Schrumpfen gebracht (siehe Abbildung).

Laser- Prostatektomie

Mit einem Laser werden Teile des Prostatagewebes verdampft, zerstört oder die Energie des Laserlichts wird zum Schneiden benutzt. Diese Eingriff werden auch durch die Harnröhre vorgenommen und mit einer kleinen Kamera überwacht.

Es sind sehr viele unterschiedliche Verfahren im Einsatz, wie die Vaporisation (KTP-Laser, Green-light Laser, photoselektive Vaporisation der Prostata, PVP), die interstitielle Laser-Koagulation (Neodym-YAG Laser) oder die Laser-Resektion (Holmium-YAG Laser, Thulium Laser).

Ein möglicher Vorteil der Lasertechniken ist der geringere Blutverlust während der Operation. Deshalb werden sie in den EAU-Richtlinien empfohlen bei Patienten mit einer medikamentösen Blutverdünnung (Antiokagulation) oder denjenigen die gesundheitlich zu wenig belastbar sind für ein klassisches Operationsverfahren.

Der Samenergus (Ejakulation) scheint nach Laser-Operationen besser zu funktionieren als nach herkömmlichen Methoden. Trotzdem gelten alle Lasermethoden nach Einschätzung der EAU vorerst nur als Ersatztherapie bei ausgewählten Patientengruppen.

Transurethrale Mikrowellenthermotherapie (TUMT):

Durch einen in die Harnröhre eingeführten Behandlungskatheter werden die Beschwerden verursachenden Teile des Prostata-Gewebes mit Mikrowellen erwärmt und damit zerstört .

High Focused Ultrasound ( HIFU)

Bei diesem Verfahren wird vom Enddarm her berührungsfrei ein gebündeltes Schallfeld in die Prostata eingebracht. Im Brennpunkt des Schallfeldes wird das Prostatagewebe durch Hitze zerstört. Durch genaue, computergesteuerte Definition des Behandlungsfeldes kann das gesamte Prostatavolumen, im Bedarfsfalle bis zur Organgrenze, behandelt werden.

Inzwischen wird diese Ultraschall-Methode auch besonders für die Zerstörung von Krebsgewebe eingesetzt.

Ueberprüfung des Therapieerfolges

Nach der Therapie,erfolgen in regelmässigen Abständen Nachuntersuchungen des Patienten. Hierbei wird durch eine Bestimmung des PSA-Wertes, durch transrectalen Ultraschall und gegebenenfalls durch eine Prostata-Biopsie und mittels radiologischer Verfahren der Therapieerfolg überprüft.

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