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Vergrösserte Prostata: Therapien, Risiken

Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH)

Prostatakrebs, Prostatitis: Methoden

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Benign Prostatic Hyperplasia Prostata-Krebs

Prostatakrebs wird häufiger diagnostiziert

In den letzten Jahren hat die Anzahl der diagnostizierten Prostata-Carcinoma deutlich zugenommen. Jedes Jahr werden allleine in Deutschland 28.000 neue Prostatakrebs-Erkrankungen erkannt. Diese Zunahme ist zum einen in der höheren Lebenserwartung der Männer, zum anderen in der wesentlich verbesserten Frühdiagnostik des Prostata-Carcinoms zu sehen.

Was ist Prostatakrebs?

Krebs bedeutet unkontrolliertes und die Umgebung zerstörendes Wachstum von Gewebezellen. Der Prostatakrebs entsteht meist im äusseren, dem Darm zugewandten Bereich der Prostata. Der Krebs wächst im frühen Stadium innerhalb der Prostata. Bei fortschreitendem Wachstum breitet sich der Prostatakrebs vor allem in die Lymphknoten und die Knochen aus.

Unbehandelt kann der Krebs zu Schwellung der Beine als Folge einer Behinderung des Lymphabflusses, zu Knochenschmerzen, aber auch zu Nierenstau und schliesslich zum Tode führen.

Die gutartige Erkrankung der Prostata, die Benigne Prostatahyperplasie, ist keine Vorstufe des Krebses und entsteht völlig unabhängig von diesem. Die bösartige und die gutartige Erkrankung der Prostata können zusammen auftreten, wachsen jedoch unabhängig voneinander.

Prostatakrebs: Ursachen

Die Ursachen von Prostatakrebs sind bisher noch weitgehend unbekannt. Man kennt jedoch bestimmte Faktoren, die das Risiko einer Prostatakrebserkrankung erhöhen. Als wichtigste Faktoren müssen Alter und Hormone genannt werden. Außerdem spielen genetische Faktoren sowie bestimmte Umwelteinflüsse, zum Beispiel Ernährung, Lebens- und, möglicherweise, Arbeitsbedingungen eine Rolle.

Eine Erkrankung an Prostatakrebs ist bei Männern afrikanischen Ursprungs häufiger als bei Weißen oder Asiaten. In Europa und Nordamerika ist die Erkrankung relativ häufig, in Ostasien (China und Japan) dagegen eher selten. Einiges spricht dafür, dass Unterschiede in der Ernährung und Lebensführung dabei eine Rolle spielen. Aber auch genetische Unterschiede sind denkbar.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass etwa 30 Prozent der Männer über 50 Jahre, gleich welcher Rasse und Kultur, ein so genanntes stummes (latentes) Prostatakarzinom haben, kleine Krebszellanhäufungen, die zu Lebzeiten keinerlei Beschwerden verursachen und auch nicht gesundheitsgefährdend sind.

Nur bei einem Teil der Männer beginnt diese „schlafende“ Form des Krebses irgendwann schneller zu wachsen und führt zur bedrohlichen Erkrankung. Untersuchungen haben gezeigt, dass zumindest einige Einflüsse, die aus einem symptomlosen Prostatakrebs eine tödliche Krankheit machen, umweltbedingt sind.

Prostatakrebs: Risikofaktoren

Risikofaktor: Hormone

Hormone sind ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung der Krankheit, obwohl ihre genaue Rolle nicht ganz klar ist. Man weiß jedoch inzwischen, dass ohne das männliche Geschlechtshormon Testosteron, das vor allem in den Hoden produziert wird, kein Prostatakrebs entstehen kann. Testosteron ist für die Funktion der Prostata notwendig. Es fördert aber auch das Wachstum von Prostatakrebszellen. Männer, die in jungen Jahren, d.h. vor oder unmittelbar nach der Pubertät, einen Hodenverlust erlitten haben, erkranken extrem selten an Prostatakrebs.

Risikofaktor: Alter

Das Alter spielt bei der Erkrankung an Prostatakrebs ebenfalls eine wesentliche Rolle. Über 80 Prozent aller Männer, bei denen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, sind älter als 60 Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr bis auf das 40-fache an.

Risikofaktor: Genetische Veranlagung

Prostatakrebs ist zumindest teilweise auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen. Die Veranlagung kann innerhalb von Familien vererbt werden. So hat ein Mann, dessen Vater oder Bruder Prostatakrebs haben, ein zweifach höheres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als die übrige männliche Bevölkerung (mit einem Risiko von etwa 13 Prozent). Sind weitere Verwandte betroffen (Bruder, Großvater, Onkel), kann das Erkrankungsrisiko auf bis zu 50 Prozent steigen. Es besteht auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, Prostatakrebs in einem frühen Lebensalter zu bekommen. Der Anteil der genetisch bedingten Prostatakrebserkrankungen wird auf 5 bis 10 Prozent geschätzt.

Risikofaktor: Ernährung

Die Art der Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Prostatakrebs. Eine fettreiche, faserarme Kost mit einem hohen Anteil an rotem Fleisch fördert, eine fettarme, faserreiche (vegetarische) Kost senkt das Risiko der Krebsentstehung in der Vorsteherdrüse. Weniger Fett aus Fleisch und Wurst zu verzehren, gilt als wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen diese Krebsart!

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Diagnose des Prostatatumors

Im Allgemeinen wird die Diagnose eines Prostatatumors aufgrund eines erhöhten PSA-Wertes, eines verdächtigen Prostatatastbefundes, eines auffälligen Ultraschallbefundes und schließlich durch die beweisende Biopsie gestellt.

Entscheidend ist hierbei, dass der Patient sich einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung unterzieht, da der Prostatakrebs im frühen Stadium im Allgemeinen keine Beschwerden bereitet. Hat ein Prostatakrebs zu massiven Beschwerden geführt, handelt es sich meistens um ein Spätsymptom. Es ist also ein Anliegen, den Prostatatumor im möglichst frühen Stadium zu entdecken.

Problematisch ist generell, dass es den Ärzten heutzutage nicht möglich ist, genau vorherzusagen, wie gefährlich der Tumor letztendlich für die Patienten ist. Da viele Prostata-Carzinome klein sind und unter Umständen sehr langsam wachsen, ist in in vielen Fällen unklar, welche Therapie die optimale ist.

Genaueren Aufschluss über die Bösartigkeit eines Prostatatumors versucht man durch die Klassifizierung der Gewebearten zu erreichen. So hat sich mit dem GleasonScore ein brauchbares Verfahren entwickelt, mit dem man Aussagen über die Bösartigkeit eines Tumors machen kann.

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Prostata-Krebs: Therapie-Alternativen

Aktive Ueberwachung

Bei Patienten jenseits des 75. Lebensjahres oder bei Patienten mit kleinen, wenig bösartigen Tumoren besteht die Möglichkeit, zunächst keine Therapie durchzuführen und abzuwarten, ob der Tumor überhaupt wächst. Wird Tumorwachstum festgestellt, kann sofort eine Behandlung eingeleitet werden.

Diese Strategie der "aktiven Überwachung" umfasst regelmäßige Messungen des PSA-Wertes, Abtasten der Prostata und die Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata (Biopsie). Bei einem Fortschreiten des Tumors wird dann je nach Ausgangssituation eine geeignete Therapie eingeleitet.

Behandlung

Folgende Behandlungsmethoden kommen für die Behandlung des Prostatakarzinoms in Frage:

Welche Therapie durchgeführt wird, hängt davon ab, ob der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch auf die Vorsteherdrüse begrenzt ist oder bereits umgebendes Gewebe befallen und Tochtergeschwülste (Metastasen) in Lymphknoten und anderen Organsystemen gebildet hat.

Therapien bei Tumoren im Frühstadium

Bei Tumoren, die auf die Prostata beschränkt sind (Frühstadium), bieten sich als Behandlungsmöglichkeiten die Operation und die Strahlentherapie an. Die Operation ist gleichbedeutend mit der Entfernung der Prostata.

Hauptziel ist es, das Tumorgewebe vollständig zu entfernen und damit eine Heilung zu erreichen. Als Alternative zur Operation ist eine Strahlentherapie möglich. Sie kommt insbesondere dann in Frage, wenn ein operativer Eingriff aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund fortgeschrittenen Alters nicht durchgeführt werden kann oder nicht erwünscht ist.

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Terapien bei Tumoren im fortgeschrittenen Stadium

Hat sich der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits in benachbartes Gewebe ausgebreitet und Metastasen in Lymphknoten und Knochen gebildet (fortgeschrittenes Stadium), ist eine Operation nicht mehr sinnvoll. Auch die Bestrahlung der Tumorregion ist dann unzureichend. In diesem Fall werden deshalb Behandlungsformen eingesetzt, die nicht nur in der Prostata, sondern im ganzen Körper wirken.

Schwerpunkte der Behandlung sind dabei die Hormon- und Chemotherapie sowie die gezielt eingesetzte Strahlentherapie zur Bekämpfung von durch Metastasen verursachte Schmerzen. Ziel ist es, die Tumorausbreitung zum Stillstand zu bringen und die Lebensqualität des Patienten zu erhalten. Eine Heilung ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten sprechen, die in Frage kommen. Informieren Sie sich auch über die Auswirkungen der einzelnen Therapieformen auf Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden. Nicht alle beschriebenen Therapien kommen für jeden Patienten in Frage, aber für jeden Patienten gibt es eine oder mehrere alternative Behandlungsmöglichkeiten.

Ueberprüfung des Therapieerfolges

Nach der Therapie,erfolgen in regelmässigen Abständen Nachuntersuchungen des Patienten. Hierbei wird durch eine Bestimmung des PSA-Wertes, durch transrectalen Ultraschall und gegebenenfalls durch eine Prostata-Biopsie und mittels radiologischer Verfahren der Therapieerfolg überprüft.

Komplikationen

Als eine der Komplikationen für den präoperativ sexuell aktiven Mann ist jedoch der Verlust einer ausreichenden Erektionsqualität ( erektile Dysfunktion) zu befürchten. Diese Nebenwirkung stellt einen wesentlichen Faktor der Ängste und Überlegungen der betroffenen 55- bis 65jährigen Männer („aging males“) sowie deren Partnerinnen dar und ist mitentscheidend für die Therapiewahl.

Selbst bei beidseitigem Erhalt der Gefäßnervenbündel ist im Mittel in 50 % der Fälle mit einer postoperativen
Erektionsstörung zu rechnen, welche sich erst im Verlauf der ersten 2 Jahre nach dem operativen Eingriff erholt. Damit ein unwiderbringlicher Erektionsverlust vermieden werden kann, empfiehlt es sich, eine medikamentöse Therapie zur Rehabilitation der erektilen Funktion so früh wie möglich einzuleiten Hierzu können PDE-5- Hemmer wie bspw. Tadalafil ( Cialis) oder Sildenafil ( Viagra) Prostaglandine eingesetzt werden.

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